STADTGEMÜSE startete 2018 im Bakenhafen

Mitten in Hamburgs größter Baustelle, der Erweiterung der Hafencity, entstand 2018 ein grünes Gartenparadies. Wie ist es dazu gekommen? Schon im Jahr 2017 trafen wir uns, 5 Freundespaare, mit der Idee: Wenn die Stadt als Lebens‑, Arbeits- und Erlebnisraum auch in Zukunft funktionieren und krisenresilient sein soll, dann müssen wir das Konzept „Stadt“ neu denken. Und vor allem selbst WAS TUN!

Der große Zuzug von Geflüchteten, eine erhebliche gesellschaftliche Ablehnung von Migration, eine Demokratiemüdigkeit und die Sorge um die Ressourcen und das Klima unserer Erde prägten unter anderem die Jahre zwischen 2015 und 2018. 

Vor diesem Hintergrund und getragen von der Überzeugung, dass Integration nur funktionieren kann, wenn wir auf Augenhöhe gemeinsam ins Gestalten kommen, entstand unser erster STADTGEMÜSE-Standort. Mit einem offenen Gemeinschaftsgarten setzen wir unsere Idee von  mehr Miteinander in Verbindung mit einer nachhaltigen Lebensweise um.

Eine Baustelle wird zum Garten

Beim gemeinsamen Urban Farming wachsen Menschen unterschiedlicher Wir brachten mehr als 26 Tonnen Steine, Holz, Sand und Erde in die Hafencity, verwandelten 80 Europaletten in 20 Hochbeete, fuhren mit Anhängerladungen voll mit dampfenden Tierdunk bei sommerlichen Temperaturen an Straßencafés, Touristengruppen und Schulkindern vorbei und entwickelten nach und nach eine brachliegende Fläche in einen blühenden Gemeinschaftsgarten.

Ein neues Miteinander wächst zusammen 

Die Fläche lag angrenzend an eine von Hamburgs größten Geflüchtetenunterkünften im Baakenhafen. Nach langen Verhandlungen bekamen wir die Erlaubnis, unser erstes integratives Urban Farming Projekt an dem Standort zu starten. Und unsere Idee begann zu wachsen und zu gedeihen. Bald bauten wir eine Kooperation mit Studierenden auf, konnten eine großartige Projektleitung gewinnen und legten den Grundstein für nachhaltige Freundschaften zu den Bewohner:innen der Unterkunft. Die positive Resonanz aus Gesellschaft und Politik hat uns bestärkt und ermutigt – aus dem Pilotprojekt wurde mehr: neben den 3 STADTGEMÜSE-Standorten, unterstützt von den Bezirksämtern und den Nachbarschaften, starteten wir 2020 eine hamburgweite Klimainitiative zum Mitmachen! 

Gemeinschaftsgärten bereichern unseren urbanen Lebensraum, und die Begegnung von Menschen mit unterschiedlichen Traditionen, Gebräuchen und Hintergründen bietet Potentiale für neue Formen des Zusammenlebens. Wir setzen uns für nachhaltige Städte ein, in denen man etwas erleben kann und es eben nicht überall gleich aussieht.

Beetpat:in werden!

Unterstützung beim Gärtnern an unseren STADTGEMÜSE Standorten und Beetpatenschaften sind ausdrücklich erwünscht. Mit einer Beetpatenschaft über 150 Euro übernehmen Sie die Materialkosten sowie die Instandhaltung und Bewirtschaftung eines Hochbeetes für eine Saison (ca. April bis Oktober). Als gemeinnützige Stiftung stellen wir Ihnen gerne eine steuerlich abzugsfähige Spendenbescheinigung aus

MITMACHEN –
WANN UND WO?

Integratives Gärtnern
Hamburg Volksdorf, Waldweg 185

Hier treffen wir uns jeden Dienstag zwischen 18:00 und 21:00 Uhr.

Mitmachen?
Projektleiterin Claudia Hasseldiek
ist vor Ort.
Kontakt: stadtgemüse@wastun.net

Integratives Gärtnern Hamburg Volksdorf, Eulenkrugstraßestraße 199

Hier treffen wir uns jeden Dienstag zwischen 18:00 und 21:00 Uhr.

Mitmachen?
Projektleiterin Kerstin Kaczmarek
ist vor Ort.
Kontakt: stadtgemüse@wastun.net

Integratives Gärtnern Hamburg Eppendorf, Loogestraße

Start im Frühjahr 2022

Mitmachen?
Bitte vorab bei unserem Projektleiter Justus anmelden.